Kurz vorweg: Vitamin D sorgt dafür, dass Calcium aus der Nahrung überhaupt aufgenommen wird. Vitamin K2 spielt eine Rolle dabei, was danach damit passiert. Deshalb finden sich die beiden in fast jedem guten Präparat gemeinsam, und deshalb ist die Frage nach der richtigen Menge bei beiden verschieden zu beantworten.
Was Vitamin D im Körper leistet
Vitamin D ist der einzige Nährstoff, den der Körper unter Sonneneinstrahlung selbst bilden kann. In unseren Breiten funktioniert das von Oktober bis März kaum, weil der Sonnenstand zu flach ist. Genau das macht Vitamin D zu dem Nährstoff, über den im Herbst am meisten gesprochen wird.
Für Vitamin D ist eine Reihe von Wirkungen belegt:
Vitamin D trägt zu einer normalen Aufnahme und Verwertung von Calcium und Phosphor bei, zu einem normalen Calciumspiegel im Blut, zur Erhaltung normaler Knochen, zur Erhaltung einer normalen Muskelfunktion, zur Erhaltung normaler Zähne und zu einer normalen Funktion des Immunsystems. Außerdem hat es eine Funktion bei der Zellteilung.
Und warum dann noch Vitamin K2?
Vitamin K wird im Körper an einer anderen Stelle desselben Themas gebraucht:
Vitamin K trägt zur Erhaltung normaler Knochen und zu einer normalen Blutgerinnung bei.
Die beiden greifen also an unterschiedlichen Punkten desselben Stoffwechsels an: Vitamin D bei der Aufnahme von Calcium, Vitamin K bei den Knochen. Das ist der sachliche Grund für die Kombination, und der Grund, warum reine D3-Präparate im Markt seltener geworden sind.
MK-7 und die all-trans-Form
Auf Etiketten steht selten nur Vitamin K2, sondern meist eine Zusatzangabe wie MK-7. Das bezeichnet die Molekülform, das Menachinon-7. Sie ist die im Nahrungsergänzungsbereich übliche Variante, weil sie länger im Körper verfügbar bleibt als kurzkettige Formen.
Eine zweite Angabe lohnt den Blick: all-trans. Menachinon-7 kann in zwei räumlichen Anordnungen vorliegen, und nur eine davon ist die biologisch aktive. Ein Produkt, das 100 % all-trans ausweist, macht damit eine Aussage über die Reinheit des Rohstoffs. Ein Produkt, das dazu schweigt, sagt nichts, weil es nichts zu sagen hat oder weil man den Anteil nicht kennt.
Was eine Depot-Dosierung bedeutet
Hier weichen Produkte stark voneinander ab, und das verwirrt beim Vergleich. Vitamin D ist fettlöslich, der Körper legt einen Vorrat an. Deshalb funktionieren zwei Ansätze: eine kleine Menge täglich, oder eine größere Menge in größeren Abständen.
Unser Vitamin D3 Depot 5000 I.E. mit K2 ist auf den zweiten Ansatz ausgelegt: eine Tablette alle fünf Tage. Sie enthält 125 µg Vitamin D3, das entspricht 5.000 internationalen Einheiten, sowie 100 µg Vitamin K2 als MK-7 in all-trans-Form.
Für den Vergleich mit täglich dosierten Produkten musst du deshalb umrechnen. 5.000 I.E. auf fünf Tage verteilt entsprechen 1.000 I.E. pro Tag. Wer das mit einem Präparat vergleicht, das 1.000 I.E. täglich liefert, vergleicht also dieselbe Menge, nur anders verpackt.
Der praktische Unterschied liegt woanders: 180 Tabletten reichen bei diesem Rhythmus rechnerisch weit über zwei Jahre. Das ist ungewöhnlich lange für ein Nahrungsergänzungsmittel und macht den Preis pro Tag zu einer sehr kleinen Zahl.
Woran du beim Vergleich denken solltest
- Rechne immer auf die Tagesmenge um, nicht auf die Tablette. Erst dann sind Produkte vergleichbar.
- Achte auf die Einheit. Vitamin D wird mal in Mikrogramm, mal in internationalen Einheiten angegeben. 25 µg entsprechen 1.000 I.E.
- Prüfe, ob das Vitamin K2 als MK-7 vorliegt und ob der all-trans-Anteil ausgewiesen ist.
- Achte bei veganer Ernährung auf die Herkunft des D3. Klassisch stammt es aus Lanolin, also Wollfett. Vegane Varianten werden aus Flechten gewonnen, so wie bei uns.
Kurz zusammengefasst
- Vitamin D trägt zur normalen Aufnahme von Calcium bei, Vitamin K zur Erhaltung normaler Knochen. Deshalb die Kombination.
- MK-7 in all-trans-Form ist die Angabe, auf die es beim K2 ankommt.
- Depot-Dosierungen sind nicht stärker, sondern anders verteilt. Für den Vergleich auf Tagesmengen umrechnen.
- Unsere Formel liefert 5.000 I.E. D3 und 100 µg K2 alle fünf Tage, aus veganer Flechtenquelle.



